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17. November 2010

Bauwirtschaft weiht neues Kompetenzzentrum ein

 

 

 

 

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Bauwirtschaft weiht neues Kompetenzzentrum ein


Im 73. Jahr seines Bestehens feiert das Ausbildungszentrum der Saarländischen Bauwirtschaft in Saarbrücken-Schafbrücke die Einweihung seines neuen Kompetenzzentrums. Nach rund 10jähriger Vorlauf- und 2jähriger Bauzeit konnte der Neubau heute mit drei neuen Werkstätten samt zugehöriger Unterrichts- und Sozialräume seiner Bestimmung übergeben werden.
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„Diese Investition setzt vor allem ein sichtbares Ausrufungszeichen hinter den Zukunftsglauben der saarländischen Bauwirtschaft, die hier mit dem Einsatz ihrer Eigenmittel in neue Dimensionen vorgestoßen ist“, so der Präsident des AGV Bau Saar Hans-Ludwig Bernardi zum Auftakt der Einweihungsfeier. „Sie ist aber auch“, so Bernardi weiter, „ für das Saarland wichtig, denn die Zukunft des Wirtschaftszweiges Bau beginnt wie die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Saarland mit der Qualität der Ausbildung“.
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Die Lehrbaustelle in Saarbrücken-Schafbrücke ist nach ihrem Umbau die größte überbetriebliche Berufsbildungsstätte der Bauwirtschaft im südwestdeutschen Raum. Die Modernisierung kostet rund 7 Mio. Euro und wird von Bund und Land mit rund 2,8 Mio. bzw. 1,5 Mio. Euro bezuschusst. Nach dem Anstieg der Auszubildenden im ersten Lehrjahr 2010 um fast 30 % werden derzeit rund 310 Lehrlinge ausgebildet und betreut.
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Als positives Zeichen für die saarländische Bauwirtschaft würdigte Bernardi, dass nicht nur  das mit der Planung beauftragte Büro Wandel-Höfer-Lorch aus dem Saarland stammt, sondern dass auch  der ganz überwiegende Teil der Bau- und Lieferaufträge unter Wahrung des Wettbewerbs im Saarland geblieben ist.
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In ihren Grußworten gratulierten Wirtschafts-Staatssekretär Joachim Kiefaber, die Bundestagsabgeordnete Annette Hübinger und der Bürgermeister der LHS Saarbrücken Ralf Latz zu dem außergewöhnlichen Neubau, der nicht nur ein Mehrwert für das Saarland und seine Bauwirtschaft ist, sondern vor allem auch für die Lehrlinge, die Lehrkräfte und Ausbilder. Die Einsegnung erfolgte durch Pastor Nikolaus Niederländer.
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„Wie wir alle wissen, wird unser Arbeitsleben in zunehmendem Maße von Weiterbildung und Umschulung geprägt. Mit der neuen Lehrbaustelle und ihren modernen Theorieräumen können von uns jetzt noch vielfältigere Schulungsangebote organisiert werden, die dem wachsenden Tempo der technischen und ökonomischen Entwicklung Rechnung tragen.“ Mit diesen Worten übernahm Geschäftsführer Martin Vanoli schließlich „die Schlüsselgewalt“ über das Ausbildungszentrum. Doch nach dem Motto „nach dem Bau ist vor dem Bau“ kündigte er bereits die geplante Sanierung des in die Jahre gekommenen Internats an, das den heutigen Mindestqualitätsanforderungen für die Unterbringung von Auszubildenden nicht mehr genügt.

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Eine Gruppe der Kinder aus der benachbarten KiTa hatte ein Lied über den Neubau dargebracht. Ein besonderes musikalisches Erlebnis für alle anwesenden Gäste.
Anschließend überreichten sie dem Leiter des Ausbildungszentrums Markus Pirron ein paar selbstgemalte Bilder zum Thema Baustelle und Bauarbeiten.

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Hier der Liedtext des hervorragend vorgetragenen Liedes >>> acroreader_download

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Chronologie des Neubaus Ausbildungszentrum AGV Bau Saar:

  • 1937  Gründung des Ausbildungszentrums AGV Bau Saar in Saarbrücken-Schafbrücke
  • 1974  Neubau weiterer Werkstätten, Schulungsräume und des Internats
  • 1980 In Spitzenzeiten besuchten 1600 Auszubildende aller Bauberufe das Ausbildungszentrum, d.h. mehr als 500 täglich
    Erwerb eines bebauten Grundstücks in unmittelbarer Nachbarschaft
    (auf dem heute das neue Kompetenzzentrum steht)
  • Ende der 90er Jahre erste Überlegungen für die Neubebauung der Außenstelle
  • 2000     Anzeige des Vorhabens zur Investitionskostenförderung
  • 2006 Auslobung eines europaweiten Architektenwettbewerbs, an dem sich rund 300 Büros beteiligten
  • 2008 Abbruch des alten Gebäudebestandes und Beginn der Rohbauarbeiten
  • 24. April 2009        Grundsteinlegung
  • 16. Oktober 2009    Richtfest
  • 17. November 2010    Einweihung

Der Neubau hat folgenden Umfang:

  • 3 neue Werkstätten mit jeweils 16 Ausbildungsplätzen für Maurer und Betonbauer einschließlich zugehöriger Sozialräume
  • 3 Unterrichtsräume für jeweils 25 Auszubildende
  • 1 EDV-Raum mit 16 Arbeitsplätzen
  • 3 Lagerräume
  • 1 überdachtes Außenlager
  • 1 überdachte Freiarbeitsfläche


Weitere Eckdaten:

  • Grundfläche:           2.950 m2
  • Umbauter Raum:  15.000 m3
  • Außenfläche:          2.500 m2
  • 21 Baugewerke, 6 Haustechnikgewerke
  • Ortbeton:               1.900 m3
  • Baustahl:                   200 t
  • Schalung:               4.700 m2

 

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